Hunde in der Therapie​

Der Therapiehund unterstützt medizinische und pädagogische Fachkräfte in allen Bereichen. Aber auch jeder andere Mensch, der mit seinem Hund einen professionellen tiergestützten Besuchsdienst anbieten möchte, kann an dieser Ausbildung teilnehmen.

Einsatzgebiete sind beispielsweise Praxishunde beim Psychiater, Psychologen, Orthopäden, Zahnarzt, Physiotherapeuten, Osteopathen u.a. Das große Aufgabenfeld der Seniorenheime und Tagespflege, aber auch Behinderteneinrichtungen wird mit großem Erfolg von Therapiehunden unterstützt! Therapiehunde begleiten Ergo- und Lerntherapeuten und auch den Sozialpädagogen in Einzelgesprächen, Kleingruppen oder ganzen Schulklassen (hier ist ist die Grenze zum Schulhund fließend).

Jeder Hund muss natürlich gewisse Voraussetzungen mitbringen.

Therapiehund Ausbildung


Die tiergestützte Arbeit wirkt sich auf emotionaler, sozialer, motorischer und kognitiver Ebene positiv aus. Der Hund kann eine passive Funktion einnehmen oder aktiv am Klienten arbeiten.

Die Weiterbildung zum Therapiehund besteht aus drei Pflichtmodulen, welche zeitlich unabhängig voneinander gebucht und absolviert werden können.


Im Modul 1 werden die Hunde auf ihre Tauglichkeit zum Therapiehund geprüft. Viele für den Alltag typische Situationen werden nachgestellt und wir beobachten, wie der Hund sich darin verhält. Um Unsicherheiten früh zu erkennen und zu überwinden, empfiehlt sich der Start der Ausbildung auch schon für sehr junge Hunde ab 6 Monaten. Hier werden noch keine Fähigkeiten abgefragt, sondern nur der Grundcharakter des Hundes erfasst, sodass eine Empfehlung zur weiteren Ausbildung ausgesprochen werden kann.

Das Modul 2 umfasst zwei Tage, in denen wir uns intensiv mit theoretischen Inhalten und praktischen Übungen beschäftigen. Fachvorträge zu den Themen Kommunikation, Stress, Lernverhalten, Sachkunde, praktischer Einsatz in der tiergestützten Intervention und rechtliche Bestimmungen wechseln mit kleinen Workshops ab. Es gibt ein umfangreiches Angebot an Materialien und Einsatzmöglichkeiten, die vorgestellt und ausprobiert werden. Videobeispiele von unseren Therapiehunden im Einsatz runden diese Einheit ab. Unter Berücksichtigung der individuellen und rassetypischen Fähigkeiten der Hunde und der speziellen Einsatzvorgaben der Halter, erarbeiten wir für jeden Teilnehmer seinen individuellen Weg. Dieses Modul lebt aber auch von den Erfahrungen und Berichten aller Teilnehmer.
Nach diesem Intensivwochenende kennen die Teilnehmer die genauen Anforderungen für die Zertifizierung und können den Zeitraum bis zur Prüfung selbst bestimmen. Jeder kann die geforderten Fertigkeiten mit seinem persönlichen Hundetrainer erarbeiten oder auch zusätzliche Trainingseinheiten und Abendvorträge beim IfHM in Anspruch nehmen. In beiden Fällen stehen wir natürlich beratend zur Seite.


Ab jetzt gilt der Hund als ‚Therapiehund in Ausbildung‘.


Besonders wertvoll ist das eintägige Modul 3 (optional), welches in einer therapeutischen Einrichtung stattfindet. Konzepte werden erstellt und besprochen und mit ausgewählten Klienten in die Praxis umgesetzt. Man macht nicht nur eigene Erfahrungen, sondern kann auch von den Unterrichtseinheiten der anderen Teilnehmer profitieren. Besonders für Halter, deren Hunde noch nicht im praktischen Einsatz waren, ist dieser Tag empfehlenswert. Außerdem findet ein umfangreicher Gebäudegang statt, um das Führen der Hunde im hektischen Alltag gegenüber Menschen mit ungewöhnlichen Bewegungsmustern und mit Hilfsmitteln, auf Treppen, verschiedenen Böden, durch Türen und auf dem Außengelände zu üben.


Das Modul 4 ist ein Prüfungstag, bei dem die Halter eine Sachkundeprüfung ablegen und gemeinsam mit ihren Hunden in den Bereichen Grundgehorsam, Bindung und praktisches Arbeiten geprüft werden. Das Mindestalter für die Zertifizierung beträgt 18 Monate.


Alle zwei Jahre muss der Therapiehund erneut zur Nachtestung vorgestellt werden, da Hunde sich im Laufe ihres Lebens natürlich verändern.


Ein bereits gut ausgebildeter Hund mit Praxiserfahrung hat beim IfHM die Möglichkeit, in kurzer Zeit Modul 1, 2 und 4 zu absolvieren. Für unerfahrene Hunde und Halter kann die Zeitspanne vom ersten Eignungstest bis zur Prüfung und Zertifizierung bis zu zwei Jahre dauern. Jedes Team ist individuell und wird von uns dort abgeholt, wo es gerade steht. Außerdem überlassen wir unseren Teilnehmern die Entscheidung, bei welcher Hundeschule sie ihre Grundausbildung / Spezialisierung außerhalb der Pflichtmodule absolvieren wollen und haben entsprechend ein Baukastensystem entwickelt, das jedem gerecht werden sollte. Am Ende müssen alle IfHM-Studenten die gleiche Abschlussprüfung absolvieren.


Zwischen den Modulen können die Halter zwischen einer Vielzahl von Angeboten der IfHM –Hundeschule wählen und die Ausbildung für ihr angestrebtes Einsatzgebiet abrunden. Termine.

Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen sollte ein Hund mitbringen:

  • freudig / höflich auf Menschen zugehen

  • einen guten Grundgehorsam besitzen oder in Ausbildung sein     

  • eine gewisse Gelassenheit mitbringen und sich selbst hemmen können

  • ungewöhnliche Bewegungsmuster und Hilfsmittel kennen (lernen)

  • ungeschickte Berührungen tolerieren (lernen)

  • nicht zu geräuschempfindlich sein

 

Die vorgestellten Hunde müssen gesund, geimpft, gechipt, versichert und steuerlich gemeldet sein.

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Ausbildungstermine 

 

Diese Wochenend-Weiterbildung mit Zertifikat von DEIHM zum Therapiebegleithund.

Termine 2020

21.02.                Modul 1 (Eignungstest)

22./23.02.          Modul 2 (Weiterbildung Therapiebegleithund) - ausgebucht

21.03.                Modul 3 (Prüfung/Nachtestung zum Therapiebegleithund)

17.04.                Modul 1 (Eignungstest)

18.-19.04.          Modul 2 (Weiterbildung Therapiebegleithund)

10.05.                Modul 3 (Prüfung/Nachtestung zum Therapiebegleithund)

05.06.                Modul 1 (Eignungstest)

06.-07.06.          Modul 2 (Weiterbildung Therapiebegleithund)

11.07.                Modul 3 (Prüfung/Nachtestung zum Therapiebegleithund)

25.09.                Modul 1 (Eignungstest)

26.-27.09.          Modul 2 (Weiterbildung Therapiebegleithund)

31.11.                Modul 3 (Prüfung/Nachtestung zum Therapiebegleithund)

27.11.                Modul 1 (Eignungstest)

28.-29.11.          Modul 2 (Weiterbildung Therapiebegleithund)

05.12.                Modul 3 (Prüfung/Nachtestung zum Therapiebegleithund)

 

 

 

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Gruppen wie zum Beispiel Johanniterunfallhilfe Hamburg, Züchter, Vereine, Hundeschulen etc., die dieses Seminar als Gruppe buchen möchten, bekommen gesonderte Termine und vergünstigte Gruppenangebote! Bitte sprechen Sie uns an!